Der Mann mit den 500 Autos - Bilster Berg - Driving Business

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Der Mann mit den 500 Autos

Peter Steiner sammelt Matchbox-Autos. Außerdem hat er fast alle der 23 Fahrzeuge, die er bislang gefahren ist, auch als Modellauto gekauft. Wie kommt man auf sowas?

Sind Sie für Spielzeug-Autos nicht eigentlich zu alt?

Ich spiele ja nicht mit den Autos, ich sammle sie. Als Kind waren Modellfahrzeuge für mich natürlich ein begehrtes Spielzeug. Ich bin 1959er Baujahr und in Bremerhaven aufgewachsen. Meine Eltern waren mittlere Angestellte, Geld war nicht im Überfluss vorhanden. Matchbox-Autos kosteten damals 1,30 Mark pro Stück – zu teuer, um mal eben so mitgebracht zu werden. Nur zur Kommunion bekam ich 1967 gleich fünf auf einen Schlag.

Wie kam das? 

Mein Onkel war Autohändler. Der packte mich am Kommunions-Sonntag und sagte: Peter, wir gehen jetzt ins Spielwarengeschäft und du darfst dir was aussuchen. Ich sagte: Onkel, das hat sonntags zu. Aber wir gingen trotzdem hin und mein Onkel klingelte beim Spielwarenhändler privat. Es stellte sich heraus: Der Mann war ein Freund von ihm. Ich durfte mir aussuchen, was ich wollte. So kam ich zu meinen ersten fünf Autos.

Mitte der Neunziger haben Sie dann wieder angefangen, sich für Matchbox zu interessieren.

Ich hatte damals einem Freund alle meinen Video-Kassetten geschenkt, weil ich gerade auf DVD umgerüstet hatte. Zum Dank gab er mir ein Matchbox-Auto: den Jaguar E-Type – neuwertig, im Karton aus den 1960er Jahren. Der wurde zum Grundstock meiner Sammlung. Mit dem Start von ebay erwachte dann mein Jagdfieber. Ich wollte alle Grundmodelle der legendären Regular Wheels-Serie haben, die zwischen 1953 und 1970 hergestellt wurde

Warum ist die so legendär?

Wegen ihrer Geschichte. Sie geht zurück auf den britischen Ingenieur Jack Odell, einem der Gründer von Matchbox. Seine Tochter Anne wollte 1952 ein Spielzeug in ihre Klasse mitbringen, aber ein kurioses englisches Gesetz besagte, dass Kinder nur Spielzeuge mit zur Schule nehmen dürfen, die so groß sind wie eine Streichholzschachtel, englisch: Matchbox. Odell kam auf die Idee, eine kleine Dampfwalze zu bauen und in eine Schachtel zu stecken. Das kam dann bei Annes Mitschülern so gut an, dass er eine Marktlücke witterte. Mit der Regular Wheels-Serie fing also alles an.

Sammler wollen heute nur „unbespielte“ Autos – und vor allem welche mit Schachtel. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Wenn Sie Uhren sammeln, brauchen Sie auch die Verpackung. Ohne Original-Verpackung kann eine Luxus-Uhr schon einige Hunderter weniger wert sein. Genauso ist das mit den Autos: Es gibt Verpackungen, die sind teurer als das Auto.

Wie viel bezahlt man für solche Sammlerstücke mit Schachtel?

In den 1960ern kosteten Matchbox-Autos höchstens 2 Mark. Heute werden manche Modelle – je nach Seltenheit ­– schon mal für mehrere Hundert Euro angeboten. Mein teuerstes Modell kostete 250 Euro. Ein Kumpel hat mal einen Sandkipper für 3800 Euro verkauft – weil der eine seltene Radkombination hatte.

2013 waren Sie um einen fünfstelligen Geldbetrag ärmer, dafür hatten Sie aber alle 235 Grundmodelle der Matchbox-Serie beisammen. Was war das für ein Gefühl?

Absolut cool. Faust nach oben, geschafft! Wenn wir Fernsehen gucken, sitze ich unter meinen Matchbox-Autos. Bei anderen hängt über der Couch ein Stillleben oder ein Foto von der Schwiegermutter. Bei uns eine Vitrine voller Autos

Und Sie sammeln ja nicht nur Matchbox, sondern auch andere Modellautos. Auf Ihrer Webseite zeigen Sie zum Beispiel Fotos von allen 23 echten Autos, die Sie in Ihrem Leben gefahren sind – und die dazugehörigen Miniaturmodelle. Wie kommt man darauf?

Das ist so ein weiterer Sammler-Spleen von mir. Angefangen hat der, als ich mir einen Opel Zafira gekauft habe. Im Laden des Autohändlers stand damals auch ein Modell des Wagens. Ich habe gesagt: Wenn ich den Opel kaufe, will ich die Miniaturausgabe gleich dazu. Von da an hab ich auch Modellautos anderer Hersteller gesammelt, nicht nur von Matchbox. Heute habe ich so um die 500 Modellwagen in unserer 45-Quadratmeter-Wohnung.

Fotos aller Modelle findet man auf Peter Steiners Webseite: www.psteiner.de

 

Autor: Michael Aust (Zimmermann Editorial)

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