Kurvendiskussion - Bilster Berg - Driving Business

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Kurvendiskussion

Der Curves-Kalender – ein Ableger des Curves-Magazins, mit seinen puristischen Passstraßen-Porträts – ist ein Klassiker unter den Wandkalendern. Wir sprachen mit Macher Stefan Bogner über Leidenschaft, leere Straßen und sein persönliches Ladegerät: die Berge.

Was hat Sie dazu angetrieben, ein Magazin und einen Kalender wie „Curves“ zu machen?

Curves ist ein Produkt, das aus einer Leidenschaft heraus entstanden ist, ein Sehnsuchtsprodukt, allerdings mit Nutzwert. Wenn man wie ich in München groß geworden ist und aus einer Sportlerfamilie stammt, ist man den Bergen ganz nah. Wir waren früher immer in den Alpen, Winter wie Sommer. Die Berge sind deshalb wie eine Steckdose oder ein Ladegerät für mich. Hier tanke ich auf – dabei ist es wurscht, ob ich wandere, Ski fahre, radel oder mit dem Auto fahre.

Warum sind Schwerpunkt von Curves dann doch Alpenpässe und das Autofahren geworden?

Weil ich passionierter Autofahrer bin. Im Auto fühle ich mich wohl, es ist mein Ort der Ruhe und des Rückzugs. Ich liebe alte Autos, ich liebe Bergstraßen, ich liebe das Unterwegssein – einfach um des Unterwegsseinwillens. Ich habe auch kein Problem damit, im Stau zu stehen. Dann kann ich endlich mal meine Playlist hören. Zu Hause ist immer was los, in der Agentur geht es hoch her. Aber im Auto, da gibt es nur mich und die Straße. Nur der Moment zählt. Das ist für mich Glück.

Das heißt, Sie haben aus Ihrer Leidenschaft ein Magazin gemacht.

Wenn man so will, ja. Zumindest fühlt sich die Produktion der Magazine jedes Mal an wie Urlaub. Ich nehme mir immer nur fünf Tage Produktionszeit – fünf Tage kannst Du immer schaffen, kannst Du immer von der Familie weg sein. Ich verbinde das jedes Mal mit einer Ausfahrt mit Freunden. Schließlich wollte ich einen Reiseführer machen, der den Leser inspiriert, einen Trip mit Freunden zu machen. Einen solchen Reiseführer habe ich immer gesucht. Darüber hinaus wollte ich gerne die Kunst hinter den Straßen abbilden. Die Bergpässe sind für mich fast grafisch. Wichtig ist dabei, dass sie leer sind. Der Betrachter will die Straße für sich haben. Das ist ähnlich wie am Strand: Den will auch jeder für sich haben.

Aber wie schaffen Sie es, die Straßen ohne Mensch und Maschine abzubilden?

Das geht am besten aus der Luft. Auch, wenn ich für Magazin oder Kalender aus Fahrersicht fotografiere, arbeite ich überwiegend aus dem Helikopter heraus. Man kann damit sehr schnell und effektiv arbeiten. Und die Ansichten und das Erlebnis sind einmalig. Ich stehe früh auf – meist bin ich schon um sechs Uhr auf dem Berg oder im Heli – und fahre antizyklisch. Das heißt, ich bin eher im Frühjahr und Herbst unterwegs als in der Sommer- und Wintersaison, eher unter der Woche als am Wochenende.

 

Neben den Fotos gibt es im Magazin auch immer Texte zu den einzelnen Streckenabschnitten. Braucht es diese Inhalte oder könnte nicht auch das Magazin wie der Kalender ohne auskommen?

Das Magazin soll nicht nur schön sein, sondern auch einen Nutzwert haben. Dafür braucht es auch die Texte, die Roadmovie-Geschichten, die dem Leser die Möglichkeit bieten, eine Reise zu erleben, bevor er sich selbst auf Gipfeljagd begibt. Vom Duktus her sind die Storys sehr persönlich verfasst. Oft gerät man ja beim Fahren in so einen Moment, in dem alles passt, in dem man völlig bei sich ist, sich fünf Stunden mit jemandem anschweigen kann und trotzdem nicht alleine ist, wo einfach alles im Flow ist. So etwas sind ganz besondere, persönliche Momente – wir versuchen dennoch, sie dem Leser mitzuteilen.

Gibt es eine Strecke, die jeder Mal gefahren sein sollte?

Für mich ist das Stilfser Joch so eine Route. Oder die Gotthardstraße. Ich mache sie jedes Jahr. Andererseits fand ich jetzt auch Schottland, wo es ja gar keine klassischen Passstraßen gibt, sehr eindrucksvoll. Es ist eh so, dass das ganze Thema immer interessanter wird, je länger ich mich damit beschäftige. Es gibt Straßen, die sind ursprünglich für den Transport angelegt, andere sind reine Touristenwege. Die verschiedenen Varianten haben völlig unterschiedliche Ästhetiken. Und natürlich völlig unterschiedliche Geschichten. Es ist wahrscheinlich ähnlich wie, wenn man seine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt. Je mehr man eintaucht, desto mehr Perspektiven und Feinheiten der Kochkunst eröffnen sich. Das ist sehr bereichernd. Und zunächst mal unermesslich.

Curves Kalender 2017, ca. 30 Euro, delius-klasing.de

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03. Januar 2017

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