Nächste Ausfahrt: Kiesbett - Bilster Berg - Driving Business

http://www.bilster-berg.de
bb_icon_aw1 bb_icon_aw2 bb_icon_aw3 bb_icon_aw4 bb_icon_aw5 bb_icon_aw6 bb_icon_event bb_icon_back bb_icon_play bb_icon_Videos bb_icon_cam bb_icon_chat bb_icon_close bb_icon_document bb_icon_pdf bb_icon_down bb_icon_download bb_icon_drift bb_icon_DieDynamikflaeche bb_icon_TheDynamicTestArea bb_icon_eat bb_icon_evironment bb_icon_facebook bb_icon_forward bb_icon_garage bb_icon_gas bb_icon_heart bb_icon_home bb_icon_instagram bb_icon_link bb_icon_location bb_icon_mail bb_icon_meetingpoint bb_icon_menu bb_icon_search bb_icon_offroad bb_icon_DerOffroadparcours bb_icon_TheOffRoadObstacleCourse bb_icon_phone bb_icon_pics bb_icon_Bilder bb_icon_Pictures bb_icon_plus bb_icon_share bb_icon_speed bb_icon_DieRennstrecke TheRaceCourse bb_icon_flag bb_icon_star bb_icon_twitter bb_icon_up bb_icon_winner bb_border_quer bb_border bb_border2000 bb_exelsia bb_icon_expand bb_icon_slider bb_icon_reload
Start

Start

Nächste Ausfahrt: Kiesbett

Wie sorgt das Team am Bilster Berg dafür, dass zwischen Mutkurve und Boxengasse nichts passiert? Ein Sicherheits-ABC.

Einen großen Crash gab es am Bilster Berg noch nie. Darüber ist nicht nur Frank Igelbrinck, der Leiter Streckensicherheit, heilfroh. „Kleine Unfälle haben wir dagegen immer wieder“, sagt der 50-Jährige. Am meisten passiert in der Mausefalle: Hier landen prozentual die meisten Trackday-Teilnehmer neben der Strecke. Im Krankenhaus mussten dagegen bislang nur zwei Autofahrer behandelt werden, beide trugen keine bleibenden Schäden davon. Auch der Motorradfahrer nicht, der sich bei einem Sturz das Schlüsselbein brach. „Die wenigen Unfälle zeigen, dass man unsere Strecke nicht unterschätzen darf“, sagt Igelbrinck, „aber ihre Seltenheit eben auch, dass unsere Sicherheitsmaßnahmen greifen.“ Und die reichen von A bis Z:

 

Autokonfiguration

Bei Trackdays ist es üblich, dass Fahrer ihre eigenen Fahrzeuge mitbringen. Deshalb sind diese auch systemrelevant für jedes Sicherheits-Konzept. „Die Serienkomponenten der meisten Autos sind für die Anforderungen des öffentlichen Verkehrs konzipiert“, sagt Frank Igelbrinck. „Das heißt: Fährt man sie längere Zeit aus dem vorgesehenen Temperatur-Arbeitsbereich heraus, kann es zu überhöhten Verschleiß kommen.“ Vor allem Bremsen, Reifen und Ölstand sollten deshalb kontrolliert werden: „Am besten ist das Fahrzeug frisch gewartet, bevor es am Bilster Berg startet.“

 

Briefings

Ein Sicherheits-Briefing aller Fahrer ist vor jedem Trackday Pflicht. „Ein gutes Briefing sollte in 15 Minuten durch sein, denn meist sind die Fahrer vor einem Trackday nervös und ihre Aufnahmefähigkeit ist deshalb begrenzt“, sagt der Sicherheitschef. Die Profis am Bilster Berg arbeiten hier mit rhetorischen Tricks: Kernbotschaften senden, mit Sprachmelodie arbeiten, Dialog statt Frontalunterricht.

 

FIA-Fangzäune

Die Sicherheitszäune rund um die Strecke sind nach den strengen Vorgaben des Automobil-Dachverbands FIA zertifiziert. Ihr Reglement gibt millimetergenaue Vorgaben für alle drei Schutzlinien: Die erste ist eine Dreifachleitplanke oder eine Betonmauer – mindestens ein Meter hoch. Durchbricht ein Fahrzeug diese Linie, wird es vom 2,50 Meter hohen Fangzaun dahinter gestoppt, der auch durch die Luft fliegende Reifen oder Trümmer aufhält. Die dritte Linie, die Zuschauer in sensiblen Bereichen auf Abstand hält, besteht aus mindestens 1,20 Meter hohem Zaun bzw. Absperrgitter.

 

Kommunikation

Am Bilster Berg dürfen laut Genehmigung bis zu 50 Fahrzeuge gleichzeitig auf der Strecke sein. Falls eines verunfallt, müssen die anderen in Sekundenschnelle gewarnt werden. „Die Kommunikation mit den Fahrern übernehmen bei uns die Sicherheits-Marshalls, die mit ihren Flaggen an den Streckenposten postiert sind“, erklärt Igelbrinck. So bedeutet etwa eine rote Flagge: Sofort das Tempo unter 50 km/h drosseln und die Strecke verlassen.

 

Persönliche Fitness

Sicher fährt nur, wer körperlich fit ist. „Nur dann kann man die Konzentration hoch halten“, sagt Frank Igelbrinck. Nicht umsonst passierten viele Unfälle am Ende eines Renntags, wenn die Aufmerksamkeit nachlasse. „Ich rate deshalb jedem, gut ausgeschlafen zum Trackday zu kommen und zwischendurch genug Pausen zu machen, um Flüssigkeit aufzunehmen.“

 

Rettungswagen

Landet doch mal ein Fahrzeug in der Leitplanke, ist Hilfe sofort zur Stelle. Bei jedem Trackday ist ein Rettungswagen vor Ort, der mit einem Rettungsassitenten und einem Sanitäter besetzt ist. Bei Motorrad-Veranstaltungen steht sogar ein Notarzt an der Strecke bereit.

 

Streckenleitzentrale

Von ihrer Kommandozentrale hat die Race Control alles im Blick: 26 Kameras zeigen jeden Winkel der Strecke. Über Funk steht die Streckenleitung mit allen Marshalls in Kontakt und entscheidet im Notfall sofort, was zu tun ist.

 

Training

Auch die richtige Lenkrad- und Sitzeinstellung erhöhen die Fahrsicherheit. „Viele haben die Lehne viel zu flach eingestellt. Kommt dann eine Kurve, löst sich der Körper aus dem Sitz und man verreißt das Lenkrad“, erklärt Frank Igelbrinck. Auch Bremstechnik und Kurvenfahren will gelernt sein. Lernen kann man diese Aspekte wie die beste Fahrlinie auf der Strecke bei „Race Track Trainings“, die der Bilster Berg regelmäßig anbietet. Die nächsten Termine findet man hier: Zum Veranstaltungskalender Bilster Berg.

 

Zertifizierung

Dass am Bilster Berg alle Sicherheitsstandards eingehalten werden, wird permanent intern und jährlich durch den Deutschen Motorsport-Bund extern penibel überprüft.

 

Text: Michael Aust (Zimmermann Editorial)

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Die Login-Form oder geben Sie andere ein.

Sie haben nicht korrektes Login und Passwort eingegeben

Entschuldigen, aber Sie müssen zugriffen, um das Kommentar zu schreiben.
11. Januar 2017

Mausefalle, Mutkurve und Sauwechsel

Dröhnen und Messen

zum Kalender