„Einen Spurt von 0 auf 300 km/h vergisst du nie wieder“

Menschen verbinden mit Autos Erinnerungen und Lebensgefühl. In unserer Serie „Promis & PS“ schildern Prominente ihre Erfahrungen. Diesmal: Schauspieler und „auto mobil“-Moderator Andreas Jancke.

Ich habe mich, so wie viele andere Jungs, schon früh mit Autos beschäftigt. Mein Vater arbeitete als Autoverkäufer in einem Autohaus. Mein Bruder und ich haben ihn dort oft besucht. Wir haben die Werkstätten und die Gebrauchtwagenhalle erkundet, uns die Neuwagen angesehen und Vorführwagen in Aktion erlebt. Das war mein Einstieg in die Welt des Automobils. Mein erster eigener Wagen war ein gebrauchter Opel Astra Caravan F in keramikblau mit einer Top-Motorisierung zugelegt: 2 Liter Hubraum, 16 Ventile, 136 PS, Baujahr 1997. Nachdem ich meine Führerscheinprüfung in strömendem Regen gemacht habe, war er sieben Jahre lang ein treuer Wegbegleiter, der mich und mein Gepäck überall hingebracht hat. Leider wurden die Reparaturen am Krümmer irgendwann zu kostspielig, sodass ich mich von ihm trennen musste.

Aktuell fahre ich vor allem Testwagen, für das VOX Automagazin „auto mobil“. Diese Woche durfte ich beispielsweise einen Land Rover Discovery testen. Eines der aufregendsten Testerlebnisse war aber die Fahrt in einem Bugatti Veyron auf einem Flugfeld in der Eifel. Für die 400 Stundenkilometer war die Bahn zwar zu kurz, aber schon den Spurt von 0 auf 300 km/h in nur wenigen Sekunden vergisst man nie wieder. Genauso wie die Fahrt in einem Porsche 918 Spyder. Intensiv war auch meine Teilnahme beim Oldtimer-Rennen Mille Miglia. Gemeinsam mit meinem Kollegen Alex Bloch durfte ich 1.000 Meilen quer durch Italien von Brescia nach Rom in einem historischen Mercedes Roadster fahren. Das war ein unbeschreibliches Erlebnis! Aber auch kleine Autos haben mich schon oft begeistert. Für ein Special des VOX Magazins in Portugal hatte ich einen Mini Classic, mit dem ich über drei Tage von Lissabon nach Köln gefahren bin. Die Fahrt steckt mir heute noch in den Knochen, aber der Mini hat sie anstandslos weggesteckt. Privat nutze ich vor allem meine Vespa, mein Motorrad oder eines meiner Fahrräder. Und Carsharing – das funktioniert in Düsseldorf ziemlich gut. DAS Traumauto gibt es für mich derzeit nicht. Ich habe einige Favoriten – Autos der 70er und frühen 80er-Jahre, die unterwegs waren, als ich noch keinen Führerschein hatte. Einen solchen Youngtimer möchte ich mir eines Tages zulegen. Aber jetzt ist erst Mal jeder Drehtag ein Autoerlebnis. Ich freue mich auf die Einsätze, die da noch kommen werden.

Text: Nicole Thesen (Zimmermann Editorial)

Foto: VOX/Stephan Pick

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