Meyles & More

Gregor Meyle ist wieder auf Tour: In seinen VW Bus lädt der Musiker Kollegen wie die Sportfreunde Stiller oder Helene Fischer ein, quatscht und singt mit ihnen über das Leben.

Herr Meyle, Sie gehen das zweite Mal für Vox mit Ihrer Sendung „Meylensteine“ auf große Tour und laden Musikerkollegen zur Mitfahrt ein. Warum muss es der VW Bus sein?

Der VW Bus ist der rote Faden, der durch die Sendung führt. Er ist eine Art Zeitmaschine: Wenn die Künstler in so einen alten Bus einsteigen, fühlen sie sich in ihre Kindheit oder Jugend zurückversetzt. Da kommen sehr viele Erinnerungen hoch: Entweder war es nur der Traum der Familie, einen VW Bus zu fahren, oder sie haben wirklich  tolle Geschichten darin erlebt. Irgendetwas verbinden die meisten Menschen mit so einem alten Bulli. Ich selbst habe auch einen VW Bus. Damit haben wir schon tolle Urlaube verbracht: Matratze rein, ab auf den Campingplatz, selbst kochen… das tut gut, das machen wir immer wieder.

Ist der „Meylensteine“-Bus der Bus, der Ihnen einst Xavier Naidoo schenkte?

Nein, leider nicht. (lacht) Das war ein T4, ein Mega Auto. Den hat Xavier mir damals über ein Jahr lang geliehen, als mein Auto mitten auf der Tour kaputtging. Inzwischen fährt den mein kleiner Bruder und hält ihn ganz heilig. Sollte er irgendwann mal nicht mehr fahren, kommt er ins Museum.

Mit Ihren Künstlerkollegen singen Sie gemeinsam im VW Bus. Singen Sie auch manchmal alleine im Auto?

Ich versuche häufig, beim Fahren neue Melodien zu finden und neue Songs zu basteln. Im Flugzeug kann ich das nicht so gut. Das würde außerdem auffallen. (lacht) Also nehme ich mein Auto. Darin sind schon viele Melodien und Ideen geboren worden.

Wenn Sie nicht selber singen, was hören Sie dann an Musik im Auto?

Ich schaue oft, wer von meinen Heroes eine neue Platte rausgebracht hat, entdecke aber auch gerne neues Material. Ich bin ja viel in Mietautos unterwegs. Da stöpsle ich dann mein Handy ein und höre zum Beispiel Internetradiosender, die ganz auf meinen Geschmack zugeschnitten sind: Dienstags um 19 Uhr läuft auf BBC Radio 2 zum Beispiel eine Sendung, die von Jamie Cullum moderiert wird. Die höre ich mir sehr gerne an.

Sie sind wieder auf Tour und besuchen mit dem VW Bus Musikerkollegen. Auf wen dürfen sich die Zuschauer freuen?

Ich treffe auf Marian Gold von Alphaville. Außerdem sind die Sportfreunde Stiller, MIA, die Höhner, Howard Carpendale und Helene Fischer dabei. Bisher hat es noch jeden der Gäste umgehauen, weil sie mit ihrem Leben und mit ihrer Karriere aus der Sicht eines Kollegen konfrontiert werden. Da gibt es tolle Momente, die ich gemeinsam mit den Musiklegenden erleben darf.

Was war bisher das schönste oder lustigste Erlebnis mit dem Bus in der Sendung?

Neulich beim Dreh mit den Sportfreunden Stiller ist der Bus nicht angesprungen. Da mussten die Sporties mich anschieben. Das war schon ziemlich lustig. Ich freue mich aber bei jeder Staffel, wenn ich Gäste in den VW Bus einladen kann und wir zusammen eine Zeitreise unternehmen. Das ist irgendwie jedes Mal etwas ganz Besonderes.

Gehören Auto und Musik für Sie zusammen?

Als Musiker hast du heutzutage keine Chance, Musik zu machen ohne Auto. Du musst mobil und flexibel sein. Deshalb hat Xavier mir ja auch den Bus geliehen. Egal, wie gut es läuft, ein Fahrzeug ist für uns Musiker essenziell. Als das Geld dafür da war, habe ich mir als erstes ein großes, funktionierendes Auto gekauft – um immer auf Tour gehen zu können, unabhängig davon, wie gut es gerade läuft. Als Musiker brauchst Du drei Dinge: ein gutes Auto, einen guten Schlafsack und ein gutes Instrument.

„Meylensteine“ 2017 bei VOX, ab 23.05.2017, immer Dienstags, 23 Uhr oder auf tvnow.de, CD zur Sendung im Handel

CD Gregor Meile

Text: Nicole Thesen  (Zimmermann Editorial)

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