Automobilkultur trifft regionales Engagement: Die Oldtimer Trackdays am BILSTER BERG
Am 30. und 31. Mai 2026 wurde der BILSTER BERG erneut zum lebendigen Treffpunkt für Liebhaber historischer Fahrzeuge. Rund 120 Oldtimer und Youngtimer kamen auf der anspruchsvollen Rundstrecke zusammen und sorgten für ein Wochenende, das von einer ganz besonderen Atmosphäre geprägt war. Die Veranstaltung lebt sowohl von der gemeinsamen Begeisterung für historische Fahrzeuge als auch vom engen persönlichen Austausch innerhalb der Community im Fahrerlager.
Zwischen sportlichem Ehrgeiz und regionaler Entdeckungstour
Das zweitägige Programm bot den Teilnehmern verschiedene Möglichkeiten, ihre historischen Fahrzeuge aktiv zu bewegen. Im Mittelpunkt des Samstags stand die Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP), bei der es nicht um Höchstgeschwindigkeit, sondern um höchste Präzision ging. Die Herausforderung bestand darin, eine selbst gesetzte Referenzzeit in den folgenden Runden möglichst exakt zu wiederholen.
Parallel dazu führte eine touristische Ausfahrt die Klassiker auf einer rund 180 Kilometer langen Route durch die landschaftlich reizvolle Region. Am Sonntag folgte schließlich das freie Fahren auf der 4,2 Kilometer langen Rundstrecke, bei dem die Fahrzeuge ganz ohne Wertungsdruck bewegt werden konnten.
Ein Abend im Zeichen der Unterstützung
Einen besonderen Höhepunkt gab es am Samstagabend im Clubhaus des BILSTER BERG. Im Rahmen der feierlichen Siegerehrung nutzten die Veranstalter Andreas Kaspar Kuhn und Dennis Mühe die Gelegenheit, einen Teil der Zuschauereintrittsgelder an die Schule am Teutoburger Wald zu übergeben. Die Betreibergesellschaft des BILSTER BERG stockte diese Spende zusätzlich auf, um das gemeinsame regionale Engagement weiter zu stärken. So kamen 1.500 € zusammen, die Torgard Engmann und Sarah Schwarze von der Schule am Teutoburger Wald übergeben wurden.
Mehr Sichtbarkeit für den Förderbedarf
Die Schule am Teutoburger Wald begleitet Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und unterstützt sie individuell in ihrer schulischen und persönlichen Entwicklung. Schulleiter Torgard Engmann betont bei der Übergabe:
“Unsere Schülerschaft ist eher diejenige, die aufgrund des Förderbedarfs in der geistigen Entwicklung im gesellschaftlichen Leben häufig nicht sichtbar ist und auch im Erwachsenenalter bleiben diese Menschen eher im Verborgenen, z.B. in Wohnstätten oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung.”
Die konkrete Verwendung aller Mittel steht noch nicht fest, aber es gibt bereits erste Ideen, um die Spende gezielt Projekten und Angeboten zukommen zu lassen, die den Schülerinnen und Schülern unmittelbar helfen. Fest steht bereits, dass ein Teil des Geldes für die Erneuerung der schuleigenen “Fahrzeugflotte” verwendet wird – unter anderem für neue Rutsch-LKW, Liegedreiräder und Schwingfahrzeuge. Umso größer war die Freude auf Seiten der Einrichtung über diese Unterstützung.
Die Oldtimer Trackdays haben damit einmal mehr gezeigt, dass ein Wochenende rund um historische Fahrzeuge Menschen zusammenbringt und gleichzeitig auch einen wertvollen Beitrag für mehr Sichtbarkeit und Unterstützung in der Region leisten kann.
