Fahren wie die Profis – Die Racecontrol sorgt für Sicherheit und Ordnung am BILSTER BERG

Track Days, Driving Experience, Fahrtraining. Das Angebot auf dem BILSTER BERG ist vielfältig. Doch eines ist bei allen Veranstaltungen gleich: Die Racecontrol hat alles im Blick! Egal ob Fahranfänger, Hobby-Rennfahrer oder Profi. Philip Hagemann und Christian Rieke haben in ihrer Funktion als Operator Streckensicherheit auf dem BILSTER BERG auf alles ein Auge, was auf der 4,2 Kilometer langen Rennstrecke fährt. Denn wer meint, dass man um den BILSTER BERG düsen kann wie man will, der irrt sich. Sicherheit hat immer Vorfahrt!

Philip Hagemann, der sich seine Tätigkeit mit Christian Rieke teilt, hat von seinem Standpunkt vor den Monitoren alles im Blick – wie die Rennleitung bei der Formel 1. Zwar in einem etwas kleineren Rahmen als in der Königsklasse, aber die Professionalität, mit der er auf die Einhaltung der Regeln achtet und für Sicherheit sorgt, ist ähnlich.

Als Operator Streckensicherheit hat der 24-Jährige eine große Verantwortung. „Beobachten, was gerade vor sich geht, im Ernstfall die Strecke sichern, Streckenposten koordinieren, Aufgaben der Streckenposten und Informationen an die Teilnehmer kommunizieren, Ereignis signalisieren und alles überprüfen“, fasst Philip Hagemann seine Tätigkeit im Streckenbetrieb zusammen.

Ein typischer Arbeitsalltag an einem der außergewöhnlichsten Arbeitsplätze der Welt beginnt für ihn mit dem Vorbereiten der Systeme und der Vorbesprechung mit dem Veranstalter, der den BILSTER BERG gebucht hat. Nach dem Öffnen der Strecke heißt es „Start frei!“. Alle Fahrzeuge auf dem Kurs werden von der Racecontrol aus überwacht und sobald es Probleme gibt, greift der Operator Streckensicherheit ein.

Ist der Streckenbetrieb beendet, wird die Strecke wieder abgerüstet, die Ausstattung der Streckenwarte eingesammelt und die Teilnehmer der Fahrveranstaltung verabschiedet. Es folgt eine interne Nachbesprechung mit dem Team des BILSTER BERG über den Verlauf des Events, besondere Vorkommnisse und mögliche Beschädigungen. Dann muss Philip Hagemann den Tag noch in einem Bericht festhalten … und dann geht es am nächsten Tag wieder von vorne los!

20 Personen während des Streckenbetriebs im Einsatz

Während die Teilnehmer ihren Tag genießen, ist der Operator Streckensicherheit im Gebäude der Racecontrol, das sich im Untergeschoss des Ostschleifengebäudes mit Blick auf die Start-Ziel-Gerade befindet. Bei seiner Arbeit wird er unterstützt von zahlreichen Kameras und Monitoren sowie von den Streckenwarten, die rund um den Kurs postiert sind. Sie alle beobachten das Geschehen aufmerksam und melden mögliche Unfälle, Defekte oder Regelverstöße per Funkgerät. „Man kann nicht auf 26 Kamerabildern bis zu 50 Fahrzeuge gleichzeitig von der Racecontrol aus beobachten“, erklärt er.

Bei einem normalen Streckenbetrieb auf dem BILSTER BERG sind mit den Streckenwarten, Sanitätern und Kundenbetreuern insgesamt 20 Personen im Einsatz, mit denen Philip Hagemann bzw. Christian Rieke über Funk in ständigem Kontakt steht. „Dabei unterstützen uns die Streckenwarte nicht nur mit ihren Augen, sondern auch mit ihren Ohren. Somit wird sichergestellt, dass Hilfe sofort an Ort und Stelle ist, wo sie gebraucht wird.“

Auch der Schallschutz ist ein wichtiger Punkt, der während der Veranstaltungen berücksichtigt werden muss. Auch das fällt in den Verantwortlichkeitsbereich der Racecontrol. „Der gesamte Streckenbetrieb inklusive der erzeugten Schallemissionen wird von der Racecontrol permanent überwacht“, sagt Philip Hagemann.

Das wichtigste Werkzeug, um einen reibungslosen Streckenbetrieb zu gewährleisten, ist die Technik. „Ohne die Technik können wir keinen Streckenbetrieb aufnehmen.“ Bei einem Stromausfall oder technischen Problem kommen alle Räder auf dem BILSTER BERG zum Stehen.

„Der tollste Arbeitsplatz der Welt!“

Weitere Aufgaben des Operators Streckensicherheit sind die Personaldisposition, das Berichtswesen, die Schadensbegutachtung und Verursacherermittlung. Um diese Tätigkeit ausüben zu können, absolvierte Philip Hagemann von 2017 bis 2018 eine Ausbildung zum Leiter der Streckensicherung beim Deutschen Motor Sport Bund. „Auch eine Ausbildung mit kaufmännischem Hintergrund ist aufgrund des hohen Kundenkontakts notwendig“, erklärt er. „Einen sicheren Umgang mit IT-Systemen und Anwendungen, ein stringentes Denken und schnelles Reaktionsvermögen sowie ein leidenschaftliches Interesse für Autos und Motorräder sollte man außerdem mitbringen.“

Für den 24-Jährigen kein Problem, schließlich begann er 2013 eine Ausbildung zum Veranstaltungs-Kaufmann auf dem BILSTER BERG und schloss diese 2016 erfolgreich ab. Philip Hagemann war der erste Auszubildende auf dem BILSTER BERG und ist ihm auch in seiner neuen Rolle in der Racecontrol erhalten geblieben.

Was reizt ihn an seinem Job? „Es ist der tollste Arbeitsplatz der Welt!“, schwärmt der Autofan, der sich keinen besseren Beruf vorstellen kann.

 

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