Bienen, Kälbchen und Fledermäuse: Das andere Leben am BILSTER BERG
Am 20. Mai ist Weltbienentag. Ein guter Zeitpunkt, um zu zeigen, dass am BILSTER BERG nicht nur Auto und Motoren ihr Zuhause haben. Hier gibt es noch eine andere Welt, die sich oft erst auf den zweiten Blick zeigt. Bienen summen über Wildblumenwiesen, Kälbchen grasen auf saftigen Weiden und Fledermäuse schlafen in eigens für sie gebauten Quartieren. Nicht nur zum Weltbienentag arbeitet der BILSTER BERG Hand in Hand mit der Natur, die die Strecke umgibt.
1,2 Millionen Gründe, genauer hinzuschauen
Rund 80 Prozent aller Pflanzenarten sind auf Bestäubung durch Insekten angewiesen, und die Honigbiene spielt dabei eine Schlüsselrolle. Ohne sie würden viele Obst- und Gemüsesorten sowie zahlreiche Wildpflanzen deutlich seltener vorkommen, was spürbare Folgen für ganze Ökosysteme hätte. Und allein für ein einziges Glas Honig legen Bienen Strecken zurück, die etwa zwei Erdumrundungen entsprechen, und besuchen dabei Millionen von Blüten.
Auf dem Gelände des BILSTER BERG kümmert sich die Bioland-Imkerei Hensel um rund 20 Bienenvölker mit bis zu 1,2 Millionen Honigbienen. Sie produzieren den sogenannten Rennhonig, der zum kleinen Markenzeichen der Strecke geworden ist. Doch ihre eigentliche Leistung vollbringen sie unsichtbar durch ihre unermüdliche Bestäubungsarbeit in einer Landschaft, die seit Jahren bewusst für sie gestaltet wird.
Gezielte Schutzmaßnahmen für eine lebendige Vielfalt
Dass das funktioniert, ist kein Zufall. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2013 wurde der BILSTER BERG konsequent nach dem Prinzip entwickelt, wonach technische Nutzung und Natur kein Widerspruch sein müssen.
Entstanden ist eine 106 Hektar große ökologische Ausgleichsfläche mit Streuobstwiesen, Wildblumen- und Bienengärten sowie blühenden Biogaspflanzenflächen. Strategisch angelegte Asthaufen bieten Rückzugsorte für Kleintiere, und eigens angelegte Gewässer sichern den Lebensraum des Kammmolchs.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung beim Fledermausschutz. Tiere, die einst in leeren Boxenhallen lebten, wurden in zwei Fledermaushäuser und einen Fledermaushügel umgesiedelt. Heute sind mindestens zwölf verschiedene Fledermausarten auf dem Gelände heimisch.
Seit Beginn der Artenerfassung im Jahr 2013 hat sich die Vielfalt auf dem Gelände stetig weiterentwickelt. Geschäftsführer Hans-Jürgen von Glasenapp sieht das als Bestätigung eines langfristigen Ansatzes:
Tierischer Nachwuchs auf der Weide
Neben den Insekten und Fledermäusen prägen auch größere Tiere das Bild des BILSTER BERG. Galloway-Rinder beweiden die weitläufigen Flächen und tragen so zur natürlichen Landschaftspflege bei. Hiervon profitieren wiederum Bienen und andere Insekten, weil offene Weideflächen Blütenpflanzen Raum geben.
Im April gab es Grund zur Freude, als fünf neue Kälbchen am BILSTER BERG geboren wurden. Die Herde zählt nun acht ausgewachsene Rinder und ebenso 8 Kälbchen und Jungtiere. Diese vitale Population zeigt, dass das Gesamtkonzept eines stabilen ökologischen Kreislaufs aufgeht.
Ein Ökosystem, das sich selbst trägt
Zum Weltbienentag wird sichtbar, was am BILSTER BERG das ganze Jahr über passiert. Bienen bestäuben Wildpflanzen, Pflanzen ernähren Insekten und Weidetiere, Weidetiere halten Flächen offen, auf denen wieder Blumen wachsen. Die Biene steht dabei am Anfang dieses Kreislaufs und trägt dazu bei, dass Natur und Technik hier auch weiterhin eine gemeinsame Zukunft haben.
