Interview mit Simon Eymann, Gründer und Pilot von kopterwork

Mit ihren leistungsfähigen Multikoptern produzieren die Filmer und Fotografen von kopterwork ebenso atemberaubende wie ästhetische Luftaufnahmen aus außergewöhnlichen, noch nie dagewesenen Perspektiven. Sie drehen und fotografieren mit ihren Drohnen überall dort, wo der Einsatz von Kamerakran, Schiene oder Mensch zu schwierig, zu gefährlich oder schlicht unmöglich ist. Dabei beschränkt sich ihr Einsatzgebiet bei weitem nicht nur auf Locations unter freiem Himmel: Für Werbeaufnahmen, Luftbildfotografie, Image- und Spielfilmproduktionen sind sie schon über Rennstrecken, Windkraftanlagen und Bergwälder geflogen, genauso wie in Zirkuszelten, Fußballstadien oder Hochhausschluchten. Auch auf dem Areal des BILSTER BERG hat kopterwork bereits verschiedene Projekte umgesetzt – hier entstanden unter anderem die Aufnahmen zu dem actiongeladenen Demo-Reel „No Limits“. Simon Eymann, der Gründer und Pilot von kopterwork, besitzt als Fotograf nicht nur den Blick für die richtige Kameraperspektive, sondern bedient die hochmoderne Kopter-Technologie mit über zwanzig Jahren praktischer Erfahrung aus dem Modellflug. Für unser Magazin gewährt er uns Einblicke in seine Arbeit und erzählt von seinen Erfahrungen während der Dreharbeiten am BILSTER BERG.

Eine Frage, die ich Filmern und Fotografen immer gerne gleich zu Anfang stelle: Was war deine Impression, als du den BILSTER BERG zum ersten Mal gesehen und kennengelernt hast?

Als wir damals mit dem gesamten Team auf die Zufahrt zum BILSTER BERG abbogen, verspürten wir alle ein starkes Kribbeln. Keine Rennstrecke lässt Motorsport-Begeisterte kalt, aber der BILSTER BERG mit seiner Fülle an Möglichkeiten, noch dazu in dieser herrlichen Abgeschiedenheit, lässt einen als Fotograf und Filmschaffenden einfach nur staunen. Das Areal um die Rennstrecke präsentiert sich mit einer Mischung aus stilvoller Eleganz, Faszination Motorsport und jeder Menge Adrenalin in der Blutbahn. Auch heute noch sind dieses Kribbeln und die Vorfreude immer wieder von Neuem da, wenn wir auf die Zufahrtstraße zum BILSTER BERG einbiegen. Die interessante Geschichte sowie die einzigartige Topographie des Geländes tun dazu noch ihr Übriges.

Am BILSTER BERG habt ihr ja sogar schon mehrere Produktionen realisiert…

Genau. Im vergangenen Jahr haben wir dort diverse Clips für den BILSTER BERG produziert. Unter anderem einen Film über das Fahrwochenende des Owners Club sowie einen ersten Spot für den BILSTER BERG selbst, der erst vor Kurzem veröffentlicht wurde. Im Dezember haben wir außerdem noch einen visuellen Weihnachtsgruß für den BILSTER BERG gedreht. Dieses Jahr sind wir dabei einen Portraitfilm über die Event-Location BILSTER BERG sowie zwei Modulfilme zu produzieren.

Dann habt ihr wahrscheinlich, im Zuge eurer Produktionen, schon auf allen Arealen des BILSTER BERG gedreht?

Bei der aktuell noch laufenden Produktion haben wir tatsächlich auf allen Modulen des BILSTER BERG gefilmt – das heißt, wir waren mit der Kameradrohne auf der Rennstrecke, dem Offroad-Parcours und der Dynamikfläche im Einsatz.

Hat sich dabei für dich ein persönlicher Favorit unter den verschiedenen Arealen des BILSTER BERG herauskristallisiert?

Einen Favoriten zu nennen fällt hier wirklich schwer. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Topographie und der idyllischen Lage, stellt der Racetrack mit Sicherheit ein absolutes Highlight für dynamische Fahraufnahmen dar. Gerade das Fliegen mit langen Brennweiten lässt hier, durch das Spiel mit Vorder- und Hintergrund sowie landschaftlicher Tiefe, starke Bilder entstehen. Dagegen bietet die großzügig angelegte Dynamikfläche dank künstlicher Bewässerung die Möglichkeit, mit interessanten Spiegelungen zu spielen. Außerdem besitzt sie die nötige Fläche, um ein Fahrzeug, auch mit etwas Abstand, ganz auf Asphalt zu zeigen. Der Offroad-Parcours wiederum ist von den Fahrbewegungen her deutlich langsamer, dafür aber für den Drohnenpiloten extrem anspruchsvoll. Wenn es darum geht, zwischen den Bäumen tief und präzise über dem Boden zu fliegen, ist von Fahrer und Drohnenpilot äußerste Konzentration gefordert – insbesondere, da bei langsamen Flügen jede kleine Korrektur sichtbar wird.

Würdest du denn sagen, dass der BILSTER BERG einige Voraussetzungen bietet, die ihn als Location für Film- und Drohnenaufnahmen geradezu prädestinieren?

Da gibt es sogar so einige. Vor allem die sogenannte White-Label-Philosophie, also das Fehlen jeglicher Sponsoring- und Merchandising-Elemente an der Rennstrecke und den Gebäuden, macht den BILSTER BERG einmalig. Das spürt man gleich von Anfang an. Für Foto- und Filmproduktionen bietet sich daher die Möglichkeit Kameraperspektiven, ungestört von Werbebannern und fremden Marken-Brandings, völlig frei zu wählen. Bedingt durch die Topographie der Rennstrecke kann darüber hinaus zu jeder Tageszeit ein passender Streckenabschnitt für die Inszenierung gefunden werden. Durch entsprechende Standortwechsel lässt sich so wertvolle Produktionszeit einsparen. Als weiteren Vorteil empfinde ich die Streckenlänge von 4,2 Kilometern: Diese bietet für Filmaufnahmen viele unterschiedliche Perspektiven, wobei sich die Produktions-Basis mit dem Equipment stets in schnell erreichbarer Entfernung befindet. Auch dank der vielen Zugangsmöglichkeiten zur Strecke bleiben die Wege zur Datenspeicherung oder auch zum Catering daher überschaubar. Sofern es die Produktion zulässt, kann, durch die Unterteilung der Strecke in Ost- und Westschleife, sogar auf beiden Streckenteilen parallel produziert werden. Als großer Vorteil für unsere Produktionen erwies sich auch stets das perfekt ausgebaute Kommunikationsnetz am BILSTER BERG: Highspeed-WLAN sowie die Kommunikation über den Streckenfunk ist auf dem gesamten Gelände möglich. In der Vergangenheit mussten wir leider feststellen, dass dies auch heutzutage noch lange nicht auf allen Rennstrecken zum Standard gehört. Zusätzlich ergibt sich ein ganz besonderer Aspekt aus dem Umstand, dass am BILSTER BERG, ganz anders als beispielsweise am Nürburgring, keine Möglichkeit besteht, einzelne Streckenabschnitte und Areale von außerhalb einzusehen. Die erhöhte Lage des BILSTER BERG ist deshalb ideal, um Erlkönige und Lifestyle-Produkte in einem modernen, stilvollen Ambiente vor exakt definiertem Publikum zu inszenieren.

Andere Filmemacher und Fotografen waren auch von den Lichtverhältnissen am BILSTER BERG begeistert – siehst du das ebenso?

Unbedingt. Die Strecken-Topographie ermöglicht es an vielen Stellen mit spannendem Gegenlicht zu arbeiten. Auch trägt die besondere Lage auf dem Berg dazu bei, die beiden Best-Light-Momente des Tages, nämlich kurz vor Sonnenaufgang und kurz nach Sonnenuntergang, etwas auszudehnen. Zusätzlich erlaubt es die idyllische Lage mit Bäumen und Gräsern im Vordergrund und einer großartigen landschaftlichen Tiefe zu arbeiten.

Würdest du, aus deiner eigenen Erfahrung heraus, den BILSTER BERG als Location für professionelle Film- und Fotoproduktionen anderen Filmemachern und Fotografen ans Herz legen?

Ganz bestimmt. Wenn es um Fahraufnahmen und Fahrdynamik geht, kann ich den BILSTER BERG nur jedem Kollegen empfehlen. Egal, ob man auf dem Racetrack, der Dynamikfläche oder dem Offroad-Parcours arbeiten möchte – hier stimmt einfach alles.

(Redaktion: ramp.space Fotos: Markus Lange/ kopterwork)

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