Der Smoker

Marcus Schuster hat zum Jahresbeginn die Gastronomie am Bilster Berg übernommen. Der erfahrene Koch steht für frische regionale Küche – und Barbecue mit Rauchfleisch.

Wem beim Grillen eine Bratwurst oder ein Nackensteak reicht, der braucht ab hier schon nicht mehr weiter zu lesen. Denn bei Marcus Schuster geht es um mehr, viel mehr. Der gelernte Restaurantfachmann und Koch, der sein Handwerk in Sternerestaurants in München, London und Portugal lernte, hat das klassische Grillen und Freiluftcatering um ausgefallene Rezepte erweitert und dafür auf dem Gelände des Bilster Bergs verschiedene Barbecues und einen Smoker platziert. Mit Feuer, Rauch und viel Geduld bereitet er hier Wild-Burger oder Pulled Pork zu. „Auf den Berg kommen die Kunden und Besucher zu anspruchsvollen Events und Motorsportveranstaltungen. Wir möchten dazu ein Catering anbieten, das ebenfalls hochwertig ist, aber auch direkt vor Ort am Mann, beispielsweise in den Boxenhallen oder im Fahrerlager, angeboten werden kann.“ Es geht Schuster um eine Alternative zum klassischen Buffet, das herumsteht, warm gehalten und schnell unansehnlich wird. „Wir wollten aber auch nicht nur einen Bratwurstwagen aufstellen, wie es ihn bei jedem Osterfeuer gibt“, so der Gastronom. Es musste also etwas Neuartiges her für den kreativen Küchenchef, der neben der Gastronomie am Bilster Berg seit sechs Jahren auch die des Freilichtmuseums Detmold führt. Und es kam: eine würfelförmige, mobile Box – the White Cube, die extra für Marcus Schuster hergestellt und am Bilster Berg platziert wurde. „Das gab es so vorher nicht“, sagt Schuster stolz, „obwohl das ja ein richtiger Hype ist gerade mit den Foodtrucks.“

Der Food-Cube ist innen mit Edelstahl und Kühlschränken ausgestattet. Außen ist er schlicht weiß, kann also von den Kunden für ihre Veranstaltungen eigens gebrandet werden. Hinzu kommen sechs verschiedene Barbecue-Plätze auf dem Gelände. Der Smoker oder der große Ringgrill mit der runden Edelstahlplatte und der Feuerstelle in der Mitte sind Schusters ganzer Stolz. Drauf kommt nur Fleisch aus eigener Zucht, entweder Rind vom Bilster Berg oder Lamm von seiner Weide am Freilichtmuseum Detmold. „Mehr Bio geht nicht“, sagt Schuster. „Unser großes Ziel ist es, frisch, regional und saisonal zu kochen.“ Natürlich kann der erfahrene Koch dabei auch ganz anders als smoken: Wenn etwa – wie vor kurzem – Ferrari über mehrere Tage am Berg ist, dann tischt er kurz Gebratenes und Fischgerichte à la minute im Bergrestaurant „Turn One“ auf. Wenn im Spätsommer die Radbundesliga am Bilster Berg stattfindet, werden er und sein Team ein Catering für bis zu 4.500 Personen auf die Beine stellen. „Bei so einer großen Sache holen wir uns natürlich auch Partner mit ins Boot“, erklärt der Gastronom. „Wir wollen ja Qualität fertigen.“ Schuster legt bei allem Wert darauf, dass es ein bisschen anders ist, als man es überall bekommt. Das ist seine Passion. Und die seines Teams: „Da wird zuweilen richtig gebastelt, ausprobiert und verbessert“, sagt Schuster. Dennoch will der Neue auf dem Berg nicht alles umkrempeln: „Wir wollen nur nach vorne kommen.“ Und das will ja am Bilster Berg jeder.

Text: Nicole Thesen  (Zimmermann Editorial)

Foto: Patrick Meise

Empfohlene Beiträge

Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen Verstanden